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Räumung der Protestlager in Hongkong: Bis zu 150 Festnahmen

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Räumung der Protestlager in Hongkong: Bis zu 150 Festnahmen

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Bei der Räumung der Protestlager durch die Polizei in Hongkong ist es im Innenstadtviertel Mong Kok erneut zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Zunächst war das Entfernen der Barrikaden aus Paletten und Metallgittern ruhig verlaufen. Doch als sich Demonstranten weigerten, die Straßen zu verlassen, kam es zu Handgreiflichkeiten. Bis zu 150 Festnahmen soll es laut Polizei gegeben haben, unter ihnen auch die zwei jungen Anführer des Protests Joshua Wong und Lester Shum. Die Räumung folgte einer gerichtlichen Anordnung, die von Taxi- und Busfahrern erwirkt worden war. Sie konnten wegen der Blockaden seit Wochen ihre Arbeit nicht richtig ausüben. Wong und Shum hatten ihre Anhänger dazu aufgerufen, keinen Widerstand zu leisten.

Anwälte verbreiteten eine Telefonnummer, unter der es freie Rechtsberatung für die pro-demokratischen Demonstranten geben soll. Der Protest richtet sich gegen die Regierung in Peking, die im Jahr 2017 zwar zum ersten Mal Wahlen in der Sonderregierungszone Hongkong zulassen will, die freie Bestimmung der Kandidaten jedoch verweigert.