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USA: Landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt

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USA: Landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt

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In der US-Kleinstadt Ferguson gehen die Proteste gegen die umstrittene Gerichtsentscheidung im Fall Michael Brown weiter. Eine Jury hatte einen weißen Polizisten freigesprochen, der einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen erschossen hatte. Rund 2000 Nationalgardisten waren im Einsatz um Gewalt zu verhindern, drei Mal so viele als in der Nacht zuvor. Beamte riegelten die Straßenzüge ab, in denen es zu Plünderungen gekommen war.

In der Hauptstadt Washington gingen rund 1000 Menschen friedlich auf die Straße. Sie warfen den Verantwortlichen vor, zu wenig gegen Rassismus bei der Polizei und Gewalt gegen Schwarze zu tun. In New York marschierten Hunderte Demonstranten durch Manhattan und Harlem.

Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um eine Straßenblockade aufzulösen. Die Proteste haben sich inzwischen auf mindestens 170 Städte in den USA ausgedehnt. Allerdings waren es zuletzt überwiegend kleinere Demonstrationen mit jeweils einigen hundert Teilnehmern.

Der Fall des erschossene schwarzen Jugendlichen hatte eine landesweite Debatte ausgelöst. Der Schütze hatte vor Gericht gesagt, er habe in Notwehr gehandelt. Mehrere Zeugen bestreiten diese Version. Die Jury in Ferguson hatte geurteilt, es gebe nicht ausreichend Beweise für eine eindeutige Schuld.