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Verhandlungen mit Iran spalten Washingtons politische Klasse

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Verhandlungen mit Iran spalten Washingtons politische Klasse

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Das vorläufige Scheitern der Atomverhandlungen mit Iran ist von außenpolitischen Experten in den USA ganz unterschiedlich aufgenommen worden.

Ein klarer Sieg des iranischen Regimes, so sagen viele den Republikanern nahe stehende Fachleute. Zur Haltung von Präsident Obama neigende Experten plädieren für eine genauere Analyse der iranischen Verhandlungsposition.

David Albright ist der Vorsitzende des Institute of Science and International Security: “Es wird sehr schwierig werden und die wichtigste Frage ist: Warum zeigen die iranischen Verhandlungsführer am entscheidenden Punkt nicht mehr Flexibilität. Es läuft darauf hinaus, dass sich der Oberste Führer und die anderen iranischen Entscheidungsträger nicht für eine Lösung entschieden habe.”

Michael Doran vom konservativen Hudson Institute befürchtet, dass Präsident Obama Iran zu viele Zugeständnisse machen wird: “Es wird kein Abkommen geben, es sei denn die USA und die anderen UN-Vetomächte und Deutschland kapitulieren und geben der iranischen Führung genau was sie will.”

“Die Atomgespräche mit Iran sind das umstrittenste außenpolitische Thema in den USA”, so der euronews-Korrespondent in Washington. “Die Republikaner fordern härtere Sanktionen, aber Präsident Obama befürchtet, das würde die Verhandlungen behindern und den Nahen Osten noch mehr destabilisieren. Zumindest sollen die Verhandlungen in naher Zukunft weitergeführt werden und es besteht keine unmittelbare Gefahr einer Eskalation.”