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Wie billiges Öl in Russland iPhones unerschwinglich macht

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Wie billiges Öl in Russland iPhones unerschwinglich macht

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Die Ölproduzenten der OPEC fördern ungebremst weiter wie zuvor. Der Ölpreis rutscht und rutscht, der russische Rubel mit.

In Russland sind die Budgetpläne bis 2017 nur noch Makulatur – sie sind mit einem um fast die Hälfte zu hohen Ölpreis kalkuliert. Der 30-, 40-prozentige Ölpreisverfall seit Juni trifft das Land
gut doppelt so hart wie die Sanktionen des Westens.

Kein Wunder, dass Verschwörungstheorien Hochkonjunktur haben.

Ein führender Sicherheitspolitiker, der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates Nikolaj Patruschej, meinte in der Regierungszeitung (“Rossijskaja Gaseta”): Die Vereinigten Staaten hätten schon vor gut drei Jahrzehnten den Ölpreis in den Keller geschickt, um die Sowjetunion fertigzumachen.

Heute sei der Absturz des Ölpreises ebenfalls zwischen den US-Amerikanern und Saudi-Arabien abgesprochen, vermuten andere wie das Russische Institut für Strategische Studien.

Inzwischen sind die Turbulenzen endgültig im russischen Alltag angekommen: Apple nimmt seit Mitte der Woche fast 40.000 Rubel für das iPhone 6 mit 16 Gigabyte Speicher – ein Viertel mehr als zuvor.

su mit dpa