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Anschlag in Nordnigeria: Zahl der Todesopfer steigt

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Anschlag in Nordnigeria: Zahl der Todesopfer steigt

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Bei einem Sprengstoffanschlag in Nordnigeria sind mindestens 120 Menschen getötet und bis zu 300 verletzt worden. Rettungskräfte befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigt, da sich viele der Verletzten in kritischem Zustand befänden. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich in der Stadt Kano vor der zentralen Moschee zur Zeit der Freitagsgebete in die Luft. Der Anschlag ereignete sich einige Stunden nachdem Sicherheitskräfte im Nordosten Nigerias, in der Stadt Maiduguri, einen anderen Anschlag verhindern konnten.

Es wird vermutet, dass der Anschlag in Kano dem zweithöchsten islamischen Geistlichen in Nigeria, Muhammad Sanusi II., gegolten habe. Er hatte in der Moschee in der vergangenen Woche zum Widerstand gegen die Extremistengruppe Boko Haram aufgerufen. Die Moschee ist seinem Palast direkt angeschlossen. Boko Haram will im Norden des bevölkerungsreichsten Landes in Afrika einen Gottesstaat nach den Grundsätzen der Scharia aufbauen. Sie werfen den geistlichen Würdenträgern Verrat am Islam vor, da diese sich ihrer Meinung nach der nigerianischen Regierung unterwerfen. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt.