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Nach drei Todesfällen: Italien zieht erprobten Grippeimpfstoff aus dem Verkehr

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Nach drei Todesfällen: Italien zieht erprobten Grippeimpfstoff aus dem Verkehr

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Nach drei verdächtigen Todesfällen innerhalb von 48 Stunden hat die italienische Gesundheitsbehörde zwei Chargen des Grippeimpfstoffs Fluad aus dem Verkehr gezogen.

Bei allen drei Todesfällen handelt es sich um Senioren auf Sizilien. Eine vierte Person klagt nach Verabreichung des vom Schweizer Pharmariesen Novartis hergestellten Medikaments über Probleme und wird derzeit behandelt.

Ursache könnte eine allergische Reaktion sein. Laut der Firma gebe es aber keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Todesfällen.

Die italienischen Behörden ermitteln. “Dies ist ein außergewöhnlicher Fall”, so Giancarlo Icardi von italienischen Gesundheitsorganisation SITI. “Wir wissen ledlichlich, dass dieser Imfpstoff in den vergangenen zwei Tagen verabreicht wurde. Aber das bedeutet nicht, dass der Wirkstoff auch die Ursache ist. Die weitere Untersuchung wird zeigen, was hier passiert ist.”

Der Impfstoff ist seit 1997 auf dem Markt und wurde bereits über 65 Millionen Mal verabreicht. Eine Überprüfung habe ergeben, dass beide Chargen den geltenden Produktionsstandards entsprechen, so Novartis. Fluad wird vor allem bei Patienten im fortgeschrittenen Alter eingesetzt.