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Namibia wählt in elektronischen Kabinen "made in India"

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Namibia wählt in elektronischen Kabinen "made in India"

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Als erstes Land Afrikas setzt Namibia bei den heutigen Wahlen elektronische Wahlautomaten ein.

Drei Oppositionsparteien befürchten, dass sich mit den Maschinen aus indischer Herstellung künftig Wahlfälschung schlechter nachweisen lassen könnte, weil es keine nachzählbaren Papierzettel mehr gibt. Das Oberste Gericht wies ihre Forderung nach einer Verlegung des Wahltermins aber zurück.

16 Parteien und neun Präsidentschaftskandidaten treten bei den Wahlen an. Stärkste Kraft dürfte erneut die seit der Unabhängigkeit von Südafrika vor 24 Jahren regierende Südwestafrikanische Volksorganisation (SWAPO) werden.

“Ich gehe wählen, weil ich an diese Regierung glaube und hoffe, dass sie ihre Versprechen umsetzt”, meint eine junge Frau in der Hauptstadt Windhoek.

“Von den ehrenwerten Leuten die gewählt werden erwarte ich, dass sie sich an ihre Versprechen halten und Veränderungen herbeiführen. Wir wollen Veränderung”, sagt ein weiterer Wähler. “Namibia hat eine kleine Bevölkerung, die überschaubar und regierbar ist.

Von den knapp über zwei Million Namibiern sind etwa 1,2 Millionen wahlberechtigt. Erstmals in Afrika wählen sie das Parlament und den neuen Präsidenten gleichzeitig.

Als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Staatsoberhaupts gilt der bisherige Premierminister Hage Geingob.