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Pierre Cardins neues Museum in Paris

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Pierre Cardins neues Museum in Paris

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Der französische Meisterschneider Pierre Cardin hat ein neues Museum mitten in Paris. Der Modetempel in einer ehemaligen Krawattenfabrik im Marais-Viertel zeigt 200 Haute-Couture-Modelle aus 70 Jahren Karriere.

Die Sammlung war vorher im Pariser Vorort Saint-Ouen zu sehen, zog dort jedoch nicht genug Besucher an. Das soll sich nun in bester Pariser Lage unweit des Centre Pompidou ändern. Der 92-jährige Modeschöpfer, der für Elsa Schiaparelli und Christian Dior arbeitete, bevor er mit seinen eigenen Kollektionen für Aufsehen sorgte, stellt sich gern großen Herausforderungen.

Pierre Cardin: “Wenn Sie sich anschauen, was ich in 70 Jahren erreicht habe, sehen Sie ein persönliches Werk, das mir ähnelt und niemanden nachahmt, denn kopieren ist nicht kreieren. Wer kopiert, will gefallen, das hat mit dem Geschmack zu tun. Über Kreation lässt sich nicht streiten, man liebt oder man hast es, aber es ist ein Teil meiner selbst, meines Geistes, meines Willens, Formen, Stoffe und Farben zu kreieren, so wie ich sie fühle und den Menschen zeigen möchte.”

Cardin gilt als Miterfinder der futuristischen Mode und sorgte mit geometrisch geschnittenen Minikleidern für Furore. Später entwarf er als erster großer Modemacher auch Linien für Männer, schuf Prêt-à-porter-Kollektionen für Kaufhäuser und vergab freizügig Lizenzen.

Pierre Cardin: “Mode ist nun mal in ständiger Entwicklung. Sie ist nicht stabil. Man hat vielleicht einen bestimmten Stil, der gefällt oder nicht, aber man muss sich weiter entwickeln. Mein Stil heißt Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft.”

Zu den Exponaten gehören auch Entwürfe aus seinen ersten Kollektionen Anfang der 50er Jahre. Mit dem Museum will Cardin, wie er selber sagt, der Welt das Erbe eines Modeschöpfers hinterlassen, der bei Null angefangen hat. Sein Imperium, zu dem auch Schlösser und Luxusrestaurants gehören, wird auf rund eine Milliarde Euro geschätzt.