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Portugal: Espírito Santo und kein Ende

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Portugal: Espírito Santo und kein Ende

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Nach einer Razzia in 40 Gebäuden wegen des Verdachts auf Untreue, Urkundenfälschung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der untergegangenen Banco Espírito Santo (BES) wird auch gegen zwei Manager der Nachfolgebank Novo Banco ermittelt.

Die BES war im Juli nach Milliardenverlusten (3,57 Milliarden Euro) im ersten Halbjahr nahezu pleite und wurde mit fast fünf Milliarden Euro vom portugiesischen Staat gerettet.

Nicht unsere Baustelle, meint der Präsident von Novo Banco, Eduardo Lizenz da Cunha:

BES war BES. Und Novo Banco ist Novo Banco. Novo Banco gibt es seit Anfang August. Wir sprechen über die Situation davor. Damit haben wir nichts zu tun”.

Ob das so bleibt, wird die Justiz entscheiden. Und das könnte dauern: Bei der Razzia sind rund fünf Millionen Dokumente im Netz der Fahnder hängengeblieben.

Laut portugiesischen Medien gehen die Durchsuchungen auf eine Beschwerde der Zentralbank zurück. Sie hatte im Juli eine Überprüfung der BES angeordnet, um die Verantwortlichen zu finden.

su mit Reuters