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Richtungswahl in Moldawien

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Richtungswahl in Moldawien

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Am Sonntag wird in Moldawien ein neues Parlament gewählt. Die Spannung wächst. Es ist eine Richtungswahl zwischen pro-russischen und pro-EU-Kräften. Bislang wird Moldawien von den EU-Anhängern regiert. Ein knapper Wahlausgang könnte zu erheblichen Spannungen führen, wenn Manipulationsvorwürfe erhoben werden.

Der neu gewählte rumänische Staatspräsident Klaus Iohannis kam nach Chisinau, um die EU-freundlichen Liberaldemokraten (PLDM) unter Vlad Filat zu unterstützen.

“Ich kann bestätigen, dass wir in Moldawien bereits Personen haben, die mit dem Ziel der Destabilisierung aus dem Ausland kamen. Nach dem apokalyptischen Krim-Szenario und nach deren Annexion durch die Russische Föderation, ist jedes Szenario möglich”, meint Filat.

Der pro-russische Block besteht aus der Kommunistischen Partei und der Sozialistischen Partei von Igor Dodon. Dodon gilt vielen lokalen Analysten als Putins Mann.

“Nur durch die Öffnung des russischen Marktes, durch den Beitritt zur Zollunion wird man in der Lage sein, Arbeitsplätze zu schaffen. Die Wiedervereinigung des Landes ist dann ein weiteres Problem, und die transnistrische Frage wird nur gelöst werden, wenn die Republik Moldau der Zollunion beitritt”, sagt Dodon.

Einer weiteren pro-russischen Partei, wurde die Teilnahme an der Wahl untersagt, weil sie illegal aus dem Ausland finanziert werde. Ihr Spitzenkandidat, Renato Usatii, verließ das Land in der Nacht, und ging ins Exil nach Russland.