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Front-National-Parteitag: Lega-Nord-Chef Salvini im euronews-Interview

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Front-National-Parteitag: Lega-Nord-Chef Salvini im euronews-Interview

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Zu dem Parteitag des rechten Front National in Lyon sind auch zahlreiche internationale Gäste und Gastredner eingeladen worden.
Darunter Matteo Salvini, Parteichef der rechtspopulistischen Lega Nord in Italien.

Unter der Regie des 41-jährigen Politikers konnte die Lega Nord mit dem Slogan “Basta Euro” zuletzt in Meinungsumfragen punkten.

Nach seiner Rede gab Salvini dem euronews-Reporter in Lyon ein Interview.

“Wie ist die Verbindung ihrer Politik mit der des Front National?”

“Wir passen unsere Politik nicht den jeweiligen Umständen an. Das habe ich schon in meiner Rede hier erwähnt. Wir sind immer noch unabhängig und Föderalisten. Wir begrüßen Unabhängigkeitsbestrebungen wie in Schottland, Katalonien, auf der Krim oder in der Region Veneto in Norditalien.

Mit Marine Le Pen verbinden uns einige Anstrengungen in den Bereichen Immigration, Steuern und Landwirtschaft. Und natürlich das “Nein” zum Euro. Marine Le Pen hat aber eine andere politische Vision als wir Föderalisten. Wir wollen ein europäisches Kartell gründen, weil Italien nicht alleine gegen Windmühlenflügel kämpfen kann. Danach kann man unseren Wählern sagen: Wenn wir die Wahlen gewinnen, gehen wir nach Brüssel, verabschieden uns dort und sagen auf Wiedersehen. Wir können einen regionalen Euro haben, wir können zu nationalen Währungen zurückkehren. Ich glaube nicht, dass der Euro überleben wird. “

Salvini erklärte ferner:

“Dieses Europa ist zu einem langsamen und schmerzhaften Sterben verdammt. Wir müssen noch mehr Leute als heute hier in Lyon für uns gewinnen, andere Nationalitäten und andere Kulturen. Leute, die etwa auch für kontrollierte Immigration sind.
Der Mensch sollte im Zentrum stehen und keine Banken, Parameter, Finanzen oder die EZB, sondern der Mensch.”

Der euronews-Reporter in Lyon sagte nach dem Interview:

“Die Teilnehmer des Front-National-Parteitags fordern ein Europa der Leute. Mit nationalen Identitäten und totalen Reformen. Der britische Premier David Cameron hat vielleicht aus anderen Gründen seine Verbündeten gefunden.”