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Türkei-Besuch: Papst verurteilt religiös motivierte Gewalt

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Türkei-Besuch: Papst verurteilt religiös motivierte Gewalt

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Zum Abschluss des ersten Tages seines Türkei-Besuchs hat Papst Franziskus zu Meinungs- und Glaubensfreiheit aufgerufen.

Nach einem Treffen mit dem Chef der türkischen Religionsbehörde, Mehmet Görmez, in Ankara erklärte der Papst, religiöse Oberhäupter hätten die Pflicht, Verletzungen der Menschenwürde und der Menschenrechte öffentlich anzuklagen.

Religions- und Meinungsfreiheit seien die Grundlage für jeden dauerhaften Frieden:

“Jede religiös gerechtfertigte Gewalt muss im stärksten Maß verurteilt werden, weil der Allmächtige für Leben und Frieden steht.”

Zuvor war Franziskus als erster ausländischer Staatsgast von Präsident Recep Tayyip Erdogan in dessen als “Weißen Palast” bezeichnetem neuen Anwesen in Ankara empfangen worden. Der Komplex soll 1000 Räume umfassen und rund 400 Millionen Euro gekostet haben.

Ferner stand eine Kranzniederlegung am Mausoleum von Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk auf dem Programm.

Am Samstag wird der Papst nach Istanbul weiterreisen, um unter anderem die Hagia Sophia zu besuchen und den orthodoxen Patriarchen Bartholomäus zu treffen.