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IS-Miliz soll Kobani von Türkei aus attackiert haben

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IS-Miliz soll Kobani von Türkei aus attackiert haben

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Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) soll am Wochenende die umkämpfte nordsyrische Stadt Kobani erstmals von türkischem Gebiet aus angegriffen haben. Die Extremisten starteten nach Angaben kurdischer Verteidiger einen Großangriff auf den Grenzübergang im Norden Kobanis. Bei den Gefechten seien 23 kurdische Verteidiger ums Leben gekommen, berichtete die Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Türkische Beamte hatten zuvor den Vorwurf, Attentäter seien aus der Türkei nach Kobani eingedrungen, als “Lüge” zurückgewiesen.

Izzetin Kucuk, Gouverneur der Provinz Sanliurfa sagt: “Diese Vorwürfe sind haltlos. Auf türkischem Territorium sind keine IS-Kämpfer und keine IS-Fahrzeuge. Unsere Grenze wird rund um die Uhr von unseren Soldaten bewacht. Es ist gar nicht möglich, dass die Miliz die Grenze zur Türkei überqueren kann.”

In der Türkei demonstrierten Kurden gegen die Dschihadisten und gegen die Regierung in Ankara, die sie beschuldigen, die IS-Miliz zu unterstützen. Einer der Vorwürfe lautet, die Regierung in Ankara hindere Extremisten nicht daran, die Grenze zu Syrien zu überqueren.

Die IS-Miliz versucht seit Wochen, Kobani einzunehmen. Bislang hatten die IS-Kämpfer die Grenzstadt Kobani von den drei auf syrischer Seite gelegenen Himmelsrichtungen angegriffen.