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Jerusalem: Unbekannte zünden jüdisch-arabische Gemeinschaftsschule an


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Jerusalem: Unbekannte zünden jüdisch-arabische Gemeinschaftsschule an

Den Schülern lehrt sie ein friedliches Zusammenleben: Unbekannte haben am Samstag Feuer in einer Jüdisch-Arabischen Schule in Jerusalem gelegt. Die Schule, die 600 palästinensische und jüdische Schüler gemeinsam besuchen, war zum Tatzeitpunkt leer. Ein Klassenzimmer brannte aus.

“Tod den Arabern” schrieben die Täter an die Wände des Gebäudes.

Etwa 150 besorgte Eltern demonstrierten am Sonntag zu Beginn der Schulwoche vor dem Gebäude für ein friedliches Zusammenleben.

“Jeder, der diese Art von sozialer Bindung und Co-Existenz beschädigt, schadet nicht nur Arabern sondern auch Juden”, so der Vorsitzende des Schulbeirats. “Er schadet einer Idee und einem Ideal, das seit 15 Jahren existiert. Das ist sehr traurig. Aber ich meine, dass dieser Schulterschluss unsere Gemeinschaft gestärkt hat.”

Das sogenannte Hand-in-Hand-Netzwerk betreibt insgesamt fünf Schulen in Israel.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Tat: “Wir arbeiten sehr hart daran, in Jerusalem wieder Recht und Ordnung herzustellen. Natürlich werden wir keine Attacken tolerieren, egal von welcher Seite. Auch die Brandstiftung in der zweisprachigen Schule gestern Abend nicht.”

Die Polizei spricht von nationalistischen Motiven hinter der Brandstiftung, als wahrscheinliche Täter gelten jüdische Extremisten. Die Übergriffe zwischen den Volksgruppen haben sich zuletzt wieder gehäuft.

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