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Raumfahrt: Esa beschließt Bau der Ariane 6

Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) hat sich in Luxemburg auf den Bau der neuen Trägerrakete Ariane 6 geeinigt. Das Projekt soll die Vormachtstellung der ESA auf dem Markt für Satellitentranspo

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Raumfahrt: Esa beschließt Bau der Ariane 6

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Sie soll in sechs Jahren erstmals abheben: Die Ariane 6 der Europäischen Weltraumorganisation Esa. Deren 20 Mitgliedsländer haben in Luxemburg dem Bau der neuen Trägerrakete zugestimmt. Die Entwicklung der Ariane 6 soll etwa vier Milliarden Euro kosten. Noch ist ihre Vorgängerin, die Ariane 5 , mit einem Anteil von über 50 Prozent beim Satellitentransport marktbeherrschend.

Meinung

Unsere sehr starke Marktposition wird angefochten.

Die Esa will sich diese Vormachtstellung sichern, so Gaele Winters, Esa-Direktor für Launcher: “Unsere sehr starke Marktposition wird angefochten. Mit dem Blick in die Zukunft, mit dem Blick auf die neuen Arten von Satelliten und darauf, dass mehr Wettbewerber mit interessanten Preisen auf den Markt drängen, müssen wir etwas tun, um die europäische Position zu beschützen und uns gleichzeitig den Zugang zum All zu sichern, den wir wollen.”

Insgesamt haben sich die Verantwortlichen auf einen Etat von acht Milliarden Euro für die Gesamtentwicklung der europäischen Trägerraketen in den nächsten zehn Jahren verpflichtet. Deutschland folgt Frankreich als größtem Geldgeber. Die Ariane 6 soll in zwei Versionen hergestellt werden und Lasten zwischen fünf und zehn Tonnen ins All transportieren können.

“Man könnte es vielleicht den Rosetta -Effekt nennen”, so die Einschätzung unseres Korrespondenten. “Die Vertreter der Mitgliedsstaaten kamen voller Optimismus zu diesem Treffen. Sie haben einen Kompromiss gefunden, sie haben zusätzliches Geld aufgetrieben und sich in einer so wichtigen Frage wie der Ariane 6-Entwicklung einigen können.”