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Touristen flirten wieder mit Cheops & Co

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Touristen flirten wieder mit Cheops & Co

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“Pharaonen, Tauchparadies und der Nil: Einen Lastminute Urlaub in Ägypten verbringen, bedeutet Abenteuer pur oder entspanntes Relaxen am Strand” – schwärmen die Marketing-Poeten der TUI. Die Reisebranche feiert Ägyptens Comeback – vor allem die Badeorte am Roten Meer ziehen wieder an. Nilkreuzfahrten, auch zu den Tempelanlagen in Luxor führen, stagnieren dagegen.

Bootsführer Shazly Mohamed:

“Unser Land, Ägypten, ist schön und Menschen aus der ganzen Welt kommen hierher. Ausländer fühlen sich sicher hier und sie lassen ihre Taschen und Geld bei uns, wenn Sie Sehenswürdigkeiten anschauen. Und bei Ihrer Rückkehr ist alles noch da,”

Bootsbauer Shaaban Rashad:

“Das ganze Land kam zum Stillstand. Der Tourismus fiel flach, die Nilkreuzfahrer blieben einfach weg.”

Die Revolution in Ägypten 2011 hatte sich direkt auf den Tourismussektor ausgewirkt. 2010 wurden noch 14,7 Millionen Touristen gezählt, davon 1,3 Millionen aus Deutschland. 2011 waren es rund ein Drittel weniger.

Im vergangenen Jahr besuchten rund 9,5 Mio. Gäste das Nilland und gaben 4,8 Milliarden Euro aus. Im Rekordjahr 2010 wurden noch Umsätze von 10,15 Milliarden Euro verbucht. Für das Finanzjahr 2014/15 wird nun wieder mit Einkünften von rund 8,5 Milliarden Euro gerechnet.

Die Erholung wurde zum Teil mit kräftigen Preisnachlässen erkauft. Touristen mit kleinerem Budget geben heute gerade noch knapp 52 Euro pro Tag aus, gegenüber 69 Euro im Rekordjahr 2011 – ein Minus von 25%, und sie bleiben im Schnitt weniger lang.

su