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"Neofaschistischer Diktator": Orbán-Regierung erzürnt über USA

Im diplomatischen Konflikt mit Ungarn hat sich die US-Regierung von Äußerungen des republikanischen Senators John McCain distanziert. Er bezeichnete den rechts-konservativen ungarischen Ministerpräsi

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"Neofaschistischer Diktator": Orbán-Regierung erzürnt über USA

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Im diplomatischen Konflikt mit Ungarn hat sich die US-Regierung von Äußerungen des republikanischen Senators John McCain distanziert.

Er bezeichnete den rechts-konservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban als “neofaschistischen Diktator”.

Zuvor hatte McCain die Entsendung der TV-Produzentin Colleen Bell als US-Geschäftsträgerin in die Budapester Botschaft kritisiert.

John McCain, Republikanischer Senator Arizona:

“Ich bin nicht gegen politische Ernennungen. Aber hier haben wir ein Land (Ungarn), das an der Schwelle dazu steht, seine Souveränität an einen neofaschistischen Diktator abzutreten, der sich mit Wladimir Putin ins Bett legt, und wir schicken die Produzentin von “Reich und schön” als Botschafterin dahin. Ich fordere meine Kollegen zum Widerstand gegen diesen Irrsinn auf und dazu, mit “Nein” zu stimmen.”

Doch Bell wurde zur künftigen US-Geschäftsträgerin in Ungarn gewählt. Und McCains Äußerungen kamen in Budapest auf den Prüfstand:

László Trócsányi, Justizminister Ungarn:

“Ich kenne den US-Senator nicht, dafür aber ein ungarisches Sprichwort: “Ein Mann, der aus der Ferne kommt, kann sagen, was er will”. Ich respektiere jedermanns Meinung. Aber dies ist eine Übertreibung, die wir zurückweisen müssen.”

In Folge von McCains Äußerungen bestellte die ungarische Regierung den amtierenden US-Geschäftsträger in Budapest ein. Die USA hatten zuletzt gegen sechs hochrangige ungarische Offizielle wegen Korruptionsverdacht Einreiseverbote verhängt.