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Belgische Fritten: Status als UNESCO-Weltkulturerbe?

Eine belgische Fritten-Initiative vereint Flamen und Wallonen. Gefordert wird die Anerkennung belgischer Kartoffelstäbchen als UNESCO-Weltkulturerbe.

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Belgische Fritten: Status als UNESCO-Weltkulturerbe?

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Belgiens Frittenbuden wie das beliebte Brüsseler “Maison Antoine” haben ihren Ruf zu verteidigen und deshalb sollen die Kartoffelstäbchen auch globale Anerkennung finden.

Meinung

Sie sind knusprig und innen schmelzend weich. Anders, als wir es kennen

Die Produkte der etwa 5000 sogenannten Fritkots will eine belgische Initiative als UNESCO-Weltkulturerbe schützen lassen.

Flamen und Wallonen zeigen sich bei dem Thema vereint wie selten.

Bernard Lefevre, Präsident der Vereinigung der Fritkots-Betreiber UNAFRI:

“Alle sind bei dem Phänomen einer Meinung – ob deutschsprachig, französischsprachig oder auf niederländisch. Die Frittentüte vereinigt und auch die Kultur drumherum. Es ist ein gutes Produkt und eine Lebenseinstellung, eine Art “Belgitude”.

Sogar französische Touristen in Brüssel schlagen versöhnliche Töne an. Trotz andauerndem Nachbarschaftsstreit um die Fritten-Urheberschaft:

“Sie sind knusprig und innen schmelzend weich. Anders, als wir es kennen.”

Alleinstellungsmerkmal belgischer Fritten: sie werden in purem Rindertalg zubereitet, der für die besondere Qualität verantwortlich sein soll.

Mediterrane Küche und türkische Kaffeekultur haben es bereits auf die Liste des immateriellen Kulturerbes geschafft.

Über die Fritten-Aufnahme entscheidet abschließend das zuständige UNESCO-Komitee – in Paris.