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Neuanfang für Schulabbrecher?

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Neuanfang für Schulabbrecher?

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Laut UNICEF gibt es allein in Bukarest rund 1.500 Straßenkinder. Die meisten von Ihnen suchen Zuflucht in der Kanalisation der rumänischen Hauptstadt, ein Ort voller Müll und Drogen. Ihnen hilft Parada, eine Organisation, die von dem französischen Clown Miloud Oukili gegründet wurde. In den frühen Neunzigern lockte er die Kinder aus ihren unterirdischen Verstecken. Er lernte ihre Sprache und brachte ihnen erste Zirkustricks bei. Heute ist die Zirkustruppe Parada immer häufiger unterwegs.

Mexiko hat die höchste Zahl von Schulabbrechern in Lateinamerika. Nur 65 Prozent der Mexikaner beenden die Grundschulausbildung und gerade mal 46 Prozent haben einen Mittelschulabschluss. Die Slums von Mexiko Stadt sind mit am schlimmsten von der Situation betroffen. Aber viele Familien spüren einen Wandel. Bei Familie Sánchez’ zum Beispiel verpasst niemand auch nur einen einzigen Tag Unterricht. Adriana besucht das Christel-Haus, eine Schule, die sich engagiert, die Armut zu bekämpfen. Die Studenten haben nur eine Bedingung zu erfüllen: Sie müssen 95 Prozent der Stunden anwesend sein. Die Schule wurde 1999 von dem Philanthropen, Christen DeHaan, ins Leben gerufen. Sie garantiert freien Unterricht.

Auf den ersten Blick scheint dies einer idyllischer Ort, ein kleines Paradies im Südosten Großbritanniens. Aber die Realität in Margate sieht anders aus – wir befinden uns in der ärmsten Region Englands. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei rund 20 Prozent. Vor drei Jahren hat ein Lehrerteam den internationalen Abschluss IBCC eingeführt. Dieser Abschluss, ähnlich der Fachhochschulreife, ist eigentlich für sehr gute Schulen vorgesehen, aber die Lehrer wollten ihre Schüler motivieren. Der Gedanke dahinter ist es, kreative, akademische Themen mit der klassischen Ausbildung zu kombinieren.