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Straßenschlachten in Athen am Todestag eines 15-Jährigen

Bei einem Protestmarsch gegen Polizeigewalt ist es am Samstagabend in Athen zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften

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Straßenschlachten in Athen am Todestag eines 15-Jährigen

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Bei einem Protestmarsch gegen Polizeigewalt ist es am Samstagabend in Athen zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen.

Rund 6000 Demonstranten waren auf die Straße gegangen. Sie protestierten, wie schon in den Jahren zuvor, wegen des Todes eines 15-jährigen bei einem Polizeieinsatz vor sechs Jahren.

In einem für seine starke Anarchistenszene bekannten Viertel der griechischen Hauptstadt warfen mehrere hundert Protestierende zahlreiche Schaufenster ein und schleuderten Molotow-Cocktails in Richtung Polizei.

Rund 8000 Polizisten waren im Einsatz. Sie gingen mit Blendgranaten und Tränengas gegen Randalierer vor und nahmen am Abend über 200 Personen fest. Beenden konnten sie die Krawalle am Abend aber nicht.

Nach dem Tod des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos war es vor sechs Jahren wochenlang zu Ausschreitungen gekommen.

Dieses Jahr unterstützten die Demonstranten außerdem einen ehemaligen Freund des Getöteten im Hungerstreik. Der 21-jährige inhaftierte Anarchist fordert Zugang zu Universitätsvorlesungen und verweigert seit 25 Tagen die Nahrung.

euronews-Reporterin Fay Doulgker in Atheni: “Dieser Hungerstreik hat die diesjährigen Proteste wegen des Todes des jungen Alexandros noch zusätzlich aufgeladen. Am Montag will der Ministerpräsident [Antonis Samaras] mit den Eltern des Hungerstreikenden sprechen und versuchen, die Lage damit etwas zu beruhigen.”