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Konflikt in der Ostukraine: Ringen um Friedensgespräche und Waffenruhe

Bei einem Besuch ukrainischer Regierungstruppen im Konfliktgebiet Donbass hatte Präsident Petro Poroschenko neue Friedensgespräche im weissrussischen

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Konflikt in der Ostukraine: Ringen um Friedensgespräche und Waffenruhe

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Bei einem Besuch ukrainischer Regierungstruppen im Konfliktgebiet Donbass hatte Präsident Petro Poroschenko neue Friedensgespräche im weissrussischen Minsk angeregt – das Zustandekommen des Treffens der Konfliktparteien steht aber ebenso noch im Raum wie ein geplanter “Tag der Stille” an diesem Dienstag.

Andrej Lyssenko, Ukrainischer Sicherheitsrat:

“Wir erwarten als ersten und wichtigsten Punkt einer Vereinbarung von Minsk einen Waffenstillstand. Erst nach einem “Tag der Stille” wird es möglich sein, schweres Militärgerät 15 Kilometer hinter die Frontlinien zu bringen.”

Die Konfliktparteien fordern weiterhin übereinstimmend ein sofortiges Ende des Blutvergießens in der Ostukraine, doch die Gräben bleiben tief:

Yuriy Lutsenko, Petro-Poroschenko-Block:

“Ich denke, wir sollten unserer Strategie treu bleiben, die Kontrolle der besetzten Gebiete des Donbass über diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Moskau zurückzugewinnen. Deshalb wäre ein Treffen in Minsk einer von mehreren Schritten in diese Richtung.”

Separatistenführer Andrej Purgin erklärte, er sehe derzeit die Bedingungen für eine Waffenruhe nicht erfüllt. Das Militär habe bislang keine schweren Waffen abgezogen und nehme Donezk weiter unter Beschuss. Auch die ukrainische Armee warf den Separatisten Angriffe vor.

Die euronews-Korrespondentin in Kiew sagte:

“Die Ukraine verlangt unter anderem weiterhin die Freilassung aller Geiseln. Die prorussischen Separatisten möchten die wirtschaftliche Blockade durch Kohleverkäufe in die Ukraine durchbrechen, was Kiew offiziell verweigert. Weil dies als Aufnahme von gegenseitigen Beziehungen gewertet werden könnte.”