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Merkel erneut zur CDU-Parteichefin gewählt

Die Wiederwahl von Angela Merkel an die Spitze der konservativen Partei CDU war seit langem absehbar. Die CDU-Chefin kandidierte bereits zum achten

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Die Wiederwahl von Angela Merkel an die Spitze der konservativen Partei CDU war seit langem absehbar. Die CDU-Chefin kandidierte bereits zum achten Mal für den Parteivorsitz. 2012 holte sie ihr bis dahin bestes Ergebnis mit 97,94% der Stimmen.

Es gibt keinen ernstzunehmenden Konkurrenten in den Reihen der konservativen Union. Selbst Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die bereits als mögliche Nachfolgerin an der Parteispitze gehandelt wurde, kommt nicht an Merkels Popularitätswerte heran.

Alles dreht sich um den Erfolg der deutschen Bundeskanzlerin. Im Volk ist sie beliebt und wird von vielen scherzhaft “Mutti” genannt. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 verfehlte die CDU/CSU mit Merkel als Zugpferd nur knapp die absolute Mehrheit der Stimmen.

Einer Umfrage der ARD zufolge finden 67% der Deutschen, dass Merkel einen guten Job macht. Viele sind zufrieden, da die Arbeitslosigkeit sehr niedrig ist und es der deutschen Wirtschaft gut geht.

Im Ausland zeigt sich ein anderes Bild: Dort stößt die deutsche Regierungschefin oft auf Gegenwind. Viele in Brüssel kritisieren ihren unnachgiebigen Kurs in der europäischen Finanzkrise; Merkel liest anderen europäischen Regierungschefs die Leviten, wenn deren Bilanzen zu wünschen übrig lassen – wie zuletzt Frankreich und Italien.

Von ihren Beliebtheitswerten im eigenen Volk können andere Regierungschefs nur träumen. So wünschen sich Informationen der französischen Tageszeitung Le Figaro zufolge 86% der Franzosen, Präsident Francois Hollande solle nicht erneut kandidieren. Laut einer weiteren Umfrage unterstützen derzeit nur 40% der Amerikaner US-Präsident Barack Obamas Politik.

Die 60-jährige Pastorentochter und frühere Physikerin aus Ostdeutschland kann auf eine steile politische Karriere zurückblicken. Als Bundeskanzlerin hat sie ihr drittes Mandat inne – wie vor ihr bereits die Amtsvorgänger Konrad Adenauer und Helmut Schmidt sowie Helmut Kohl, der sogar 16 Jahre lang die Geschicke Deutschlands leitete.