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CIA-Verhöre von Terrorverdächtigen: Brutalität als gängige Praxis

Die Verhörmethoden des US-Geheimdienstes CIA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 waren brutaler als bisher bekannt – und sie waren

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CIA-Verhöre von Terrorverdächtigen: Brutalität als gängige Praxis

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Die Verhörmethoden des US-Geheimdienstes CIA nach den Terroranschlägen
vom 11. September 2001 waren brutaler als bisher bekannt – und sie
waren unwirksam.

Das sind die Kernaussagen eines etwa 500 Seiten umfassenden Untersuchungsberichts, den der Geheimdienstausschuss des US-Senats nach langen Kontroversen veröffentlicht hat.

US-Senatorin Dianne Feinstein:

“Die Geschichte wird uns danach beurteilen, ob wir eine gerechte und von Gesetzen beherrschte Gesellschaft darstellen. Mit der Bereitschaft, die hässliche Wahrheit zu erkennen und zu erklären: “Niemals wieder”. Die Instabilität, die wir heute beobachten, wird sich nicht in einigen Wochen oder Monaten auflösen. Der Report war zu wichtig, um auf unbestimmte Zeit verschoben zu werden.”

Brutale Methoden wie das sogenannte “Waterboarding” waren bereits länger bekannt. Manche Gefangene wurden laut des Berichts unter anderem in Guantanamo auf Kuba bis zur Bewusstlosigkeit gequält oder bis zu 180 Stunden lang wach gehalten.

Zahlreiche Republikaner hatten gewarnt, den Bericht über Verhörmethoden zu veröffentlichen.

Der euronews-Korrespondent in Washington kommentierte:

“Präsident Bush erfuhr Einzelheiten der Verhörtechniken offenbar erstmals 2006. Am vergangenen Wochenende verteidigte er das Programm und übernahm dafür die Verantwortung. Heute möchte er das vielleicht nochmal überdenken.”