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Grüne Technologien auf der Polllutec

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Grüne Technologien auf der Polllutec

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Einen Überblick über den aktuellen Stand der Cleantech-Branche lieferte die jüngste Umweltmesse Pollutec im französischen Lyon mit rund 2200 Ausstellern aus über 30 Ländern.

Einen Überblick über den aktuellen Stand der Clean-Tech-Branche lieferte die jüngste Umweltmesse Pollutec im französischen Lyon mit rund 2200 Ausstellern aus über 30 Ländern. Diverse Sparten waren vertreten, von der Stromerzeugung bis zum Müllmanagement. Es gehe um leistungsstärkere aber auch nachhaltigere Lösungen, die wie die Produktion erneuerbarer Energien oder die Verbesserung der Luftqualität, erklärte die Direktorin der Messe, Stephanie Gay Torrente.

Zum Beispiel flexible Sonnenkollektoren, die jede Art von Licht in Strom umwandeln. Das Modul kann auf verschiedenen Oberflächen installiert werden, ist also wesentlich praktischer im Einsatz als sperrige Sonnenkollektoren.

Hubert de Boisredon, Groupe Amor: “Neu ist, dass der Solarfilm jedes Licht in Energie verwandelt. Ein normales Solarmodul wiegt um die acht Kilogramm pro Quadratmeter und ist steif. Man kann es nur auf einer flachen Oberfläche installieren. Dieses Modul ist flexibel und leicht, es wiegt nur ein paar Gramm pro Quadratmeter. Man kann es auf gekrümmten Oberflächen anbringen, zum Beispiel auf einem Laternenmast, um Energie für die Lampe zu liefern. Sobald ich Licht auf dieses Modul richte, geht die Lampe an. Es wird Energie erzeugt ganz ohne elektrische Kabel.”

Eine andere interessante Lösung ist die Ladestation speziell für Elektroautos vom deutschen Unternehmen Mennekes. Der User identifiziert sich mittels Chipkarte und kann den Ladevorgang über sein Smartphone verfolgen. Er erhält zusätzlich Angaben über den Energieverbrauch, kann zum Beispiel entscheiden, seine Batterie nachts aufzuladen, wenn der Strom billiger ist.

euronews-Reporter Claudio Rocco schaute am Stand von Enovo in die Mülltonne und stellte fest: “Oftmals wird die Tonne halb leer abholt, das bedeutet eine unnötige Zeit- und Energieverschwendung. Dagegen hilft ein spezieller Sensor, der den Inhalt der Tonne überwacht.”

Das Cloud-basierte System analysiert die Daten der Müllsonden und kalkuliert optimale Sammelrouten. Die Informationen landen direkt auf dem Smartphone oder Tablet der Mitarbeiter der Stadtreinigung. Statt Müllwagen systematisch auf Tour durch verstopfte Großstädte zu jagen, wird die Tonne erst dann geleert, wenn sie wirklich voll ist.

Ein zweites oder gar drittes Leben für alte Autobatterien verspricht die Testanlage von Ecobatec. Sie überprüft den Zustand der Batterie und zeigt an, ob sie noch einmal aufgeladen werden kann, oder nicht.

Das französische Unternehmen plant, die Teststationen an öffentlichen Orten zum Beispiel auf Supermarktparkplätzen oder in der Nähe von Tankstellen aufzubauen.

Water Flood präsentiert eine unkomplizierte Lösung bei Überschwemmungen: Bojen-ähnliche Plastikschläuche, aus denen sich binnen kürzester Zeit ein Deich bauen lässt, der einem Hochwasserpegel von bis zu zwei Metern standhält.

Philippe Deliance, Water Flood: “Das funktioniert folgendermaßen: Die Schläuche, die normalerweise Luft enthalten, werden mit Wasser gefüllt und übereinander gestapelt. Damit kann man Gebäude oder Wohnhäuser absichern. Das Hochwasser wird mit Wasser bekämpft!”