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Kapitalabfluss-Spirale erschüttert Griechenland

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Kapitalabfluss-Spirale erschüttert Griechenland

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In Griechenland schürt die Aussicht auf
vorgezogene Präsidentschaftswahlen weiter die Furcht vor einem Rückfall in die Krise und schlägt Anleger in die Flucht. Der griechische Aktienmarkt hat innerhalb von zwei Tagen 18 Prozent verloren. Die Anleiherenditen kletterten weiter. Eine Kapitalabfluss-Spirale ist in Gang gekommen.

Trader Alex Kyriakides:

“Die Vermögensverwalter haben darauf gebaut dass die Regierung noch mindestens eineinhalb Jahre durchhält. Die Möglichkeit vorgezogener Wahlen hat sie überrascht und Panikverkäufe ausgelöst. Die Banken sind besonders gefährdet, Anleger fürchten einen Oppositionsvorschlag zur Staatskontrolle. “

Die Regierungskoalition hat im Parlament nur etwa 154 Stimmen, der Präsident muss aber mit 180 Stimmen gewählt werden. Schließen sich nicht genügend unabhängige Parlamentarier der Regierungskoalition an und fällt der als gemäßigt geltende Kandidat Dimas durch, heißt das Neuwahlen – mit einem möglichen Sieger Syriza, der Linksaußen-Partei.

Symela Touchtidou, euronews, Athen:

“Griechenland sieht seine Liquiditäts-Quellen versiegen. Keiner weiß, wann der Abschluss mit der Troika spruchreif ist, so dass die letzte Tranche des Hilfspaket ausgezahlt werden kann. Und dann kehren auch noch die internationalen Anleger dem Land den Rücken.”

su mit dpa