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Alltag in Hongkong kehrt langsam zurück

Während in Hongkong langsam wieder Alltag einkehrt, ist die Enttäuschung über den ausbleibenden Erfolg der Protestbewegung bei Einigen groß. Wie wird es weiter gehen?

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Alltag in Hongkong kehrt langsam zurück

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Nach 75 Tagen Blockade kehrt in der Innenstadt Hongkongs langsam wieder Alltag ein. Am Donnerstag hatten Sicherheitskräfte die Protestcamps geräumt, um die Hauptverkehrsadern der asiatischen Metropole wieder freizumachen. Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle, doch nahm die Polizei bis zu 250 Demonstranten, darunter auch der Leiter der prodemokratischen Bewegung, Alex Chow, vorübergehend fest. Er war sichtlich enttäuscht, als ihn die Polizei vor seinen Unterstützern abführte.

Doch das Ende der Blockade ist nicht das Ende der Demokratiebewegung. Das ist das Motto einiger Demonstranten, die vor dem Gebäude der Hongkonger Sonderverwaltung weiter ausharren. Ein Demonstrant, der sich selbst “Mr. Happy Hour” nennt, ist seit Beginn der Proteste auf den Straßen. “Ich denke nicht, dass sie uns von hier vertreiben. Denn dieser Ort ist dazu da, dass Volk und Regierung sich austauschen. Deswegen glaube ich nicht, dass sie unser Camp hier räumen, wie sie es auf den Straßen gemacht haben.”

Auslöser der Proteste waren die Pläne der chinesischen Führung, den Hongkongern 2017 zwar erstmals direkte Wahlen erlauben zu wollen, ihnen aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern.