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Das Beste von den "Kometenjägern" 2014


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Das Beste von den "Kometenjägern" 2014

Wir sind das ganze Jahr über dem Team gefolgt, das hinter der Rosetta-Mission steht, mit allen Höhen und Tiefen. Wir beginnen im Januar, als Rosetta nach einer zehnjährigen Reise durchs All noch schlief. Es war einer der vielen spannenden Momente für die Kometenjäger. 288 Tage bevor Philae landen soll, soll Rosetta aufwachen. Aber das Signal kommt zu spät. Als es schließlich ankommt, herrscht große Erleichterung. Matt Taylor von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) meint in diesem Moment: “Ich bin etwas weniger gestresst, als noch vor einer Minute. Ich dachte nicht, dass ich so angespannt sein könnte. Jetzt haben wir sie zurück und können die Wissenschaft betreiben, die wir für die nächsten zwei Jahre vorgesehen haben. Das ist brilliant.”

Ein paar Wochen später lächelt das ganze Team. Armelle Hubault und ihre Kollegen kontrollieren das Raumschiff, die Stimmung ist hervorragend: “Wenn wir Kontakt mit dem Satelliten haben, müssen wir präsent sein, vorbereitet”, sagt sie, “es stimmt, dass das oft nicht in Einklang mit der Familie und dem Privatleben zu bringen ist.” 204 Tage bevor Philae freigelassen wird, sprechen Matt Taylor und Fred Jansen im ESA-Zentrum in den Niederlanden über das Projekt: Taylor: “Von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus überlegen wir nun, was wir tun werden, wenn wir auf dem Kometen ankommen.” Jansen meint: “In diesem Jahr werden wir auch herausfinden, wo wir landen werden, wo der beste Ort für die Landung ist. Natürlich ist das Ziel besonders aufregend. Wir kennen es noch nicht einmal. Also könnte jede kleine Laune des Kometen unsere gesamten Anstrengungen über Bord werfen.”

Im Sommer haben die Kometenjäger sich also rasch ihrem Ziel genähert. Aber es verlief nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Matt Taylor: “Nun, wir sind da. wir haben unser Treffen eingehalten und den nächsten Schritt getan. Den großen Meilenstein, der das Rendez Vous mit dem Kometen war. Jetzt müssen wir noch ein Jahr weitermachen.” Das Team muss nun lernen, wie man um den Kometen herum fliegt. Das hat noch nie jemand getan. Außerdem müssen sie nach einem Landeplatz suchen.

Was Rosettas Kameras sehen, ist ein alter Klumpen aus Staub und Eis, bekannt als 67P/Churyumov-Gerasimenko. Er sieht aus wie ein Kopf und ein Körper. Armelle Hubault, kommentiert das so: “Das ist ein merkwürdiger Komet. Wir dachten, er könnte mehrere mögliche Formen haben. Aber niemand hat mit einer Gummiente gerechnet.” Im September liegt alle Aufmerksamkeit bei Philae. In 50 Tagen soll die Sonde landen. Wir sind im ESA-Zentrum bei Madrid. Larry und Michael planen, welche Instrumente was tun sollen.

Weniger als einen Monat vor der Landung fliegen die Kometenjäger weniger als zehn Kilometer über dessen Oberfläche. Die Spannung steigt. Mittwoch, der 12. November 2014, der Tag der Landung, ein Tag, den die Kometenjäger nie vergessen werden. Letztlich hat Philae alle überrascht, denn sie ist zweimal gesprungen, bevor sie in einer dunklen Spalte landen konnte. Bevor ihr die Energie ausging, sendete sie 64 Stunden lang Daten. Manche Instrumente versagten, aber die Kometenjäger haben ihre Beute erwischt und Geschichte gemacht.

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