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Überall geht es runter wie Öl

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Überall geht es runter wie Öl

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In ganz Europa gingen die Aktienbörsen in die Knie, auch die Währungen ölproduzierender Länder wie Kanada, Norwegen oder Russland mussten deutliche Kurseinbußen hinnehmen: “Es ist das Ausmaß des Preisrutsches, das die Anleger so verunsichert”, sagte ein Händler. Die Öl-Sorten Brent und WTI waren mit 62,75 und 58,80 Dollar je Fass (Barrel) so billig wie seit fünfeinhalb Jahren nicht.

Und wenn es nach der Internationalen Energieagentur IEA der OECD geht, wächst das Angebot noch jahrelang stärker als die Nachfrage, vermutlich bis 2018.

Seit Sommer sind die Ölpreise um rund 40 Prozent eingebrochen. Händler machen Überproduktion – vor allem in Nordamerika – und schwächelnde Wirtschaft in Europa und China für die Talfahrt verantwortlich.

Aber warum sinken die Spritpreise nicht im gleichen Tempo mit?

Der britische Ölanalyst Neil Atkinson, Lloyds List Iintelligence:

“Es braucht Zeit, bis die niedrigeren Preise für Rohöl und vor allem die raffinierten Produkte sich ihren Weg durch den Markt bahnen. In Raffinerien und Lagern werden meist die teuersten Bestände zuerst verbraucht, um dann durch billigere ersetzt zu werden.”

Tanken ist in Deutschland laut ADAC derzeit so günstig wie zuletzt vor vier Jahren. Ein Liter Super E10 koste im Schnitt weniger als 1,35 Euro, Diesel rund 1,23 Euro.

Aber wenn der Dollar gleichzeitig mit dem Ölpreisverfall teurer wird, schmälert das den Abschlag in Euro. Und 65,45 Cent Mineralölsteuer pro Liter sinken auch nicht mit.

su mit Reuters