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Vorschau auf den Europäischen Filmpreis

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In der lettischen Hauptstadt Riga wird am 13. Dezember der 27. Europäische Filmpreis verliehen. Fünf Beiträge konkurrieren in der Kategorie Bester Spielfilm.

In der lettischen Hauptstadt Riga wird an diesem Samstag der 27. Europäische Filmpreis verliehen. Fünf Beiträge konkurrieren in der Kategorie Bester Spielfilm.

An der Spitzenposition mit fünf Nominierungen steht Pawel Pawlikowskis Schwarz-Weiß-Drama “Ida”. Das polnische Roadmovie erzählt von der doppelten Reise der jungen Novizin Anna durch Polen und zu ihrer Vergangenheit. Der Film ist außerdem in den Kategorien Bester Regisseur und Bestes Drehbuch nominiert:. Und beide Hauptdarstellerinnen Agata Kulesza und Agata Trzebuchowska konkurrieren um den Preis für die Beste Schauspielerin.

Ebenfalls im Rennen mit vier Nominierungen, darunter Bester Regisseur und bester Schauspieler ist “Leviathan” mit Alexey Serebryakov. Der Streifen ist eine bitterböse Satire über das Leben unter Putin in der russischen Provinz. Die dritte Regiearbeit des Russen Andrey Zvyagintsev wurde bereits in Cannes mit dem Preis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet und ist der russische Anwärter auf den Auslandsoscar.

Auch der diesjährige Gewinner der Goldenen Palme Winterschlaf von Nuri Bilge Ceylan gehört zu den Anwärtern auf den Europäischen Filmpreis. Er ist außerdem in den Kategorien Bester Regisseur und Bestes Drehbuch nominiert. Das dreistündige Werk über die Lebenskrise eines Intellektuellen startet in diesen Tagen in den deutschsprachigen Kinos. Der Film ist auch der türkische Auslandsoscar-Kandidat.

Auch der dänische Badboy Lars von Trier gehört mit seinem skandalumwitterten Sex-Drama Nymphomaniac zu den Bewerbern um den 27. Europäischen Filmpreis.
Von Triers Film ist in der fünfeinhalb Stunden langen Version “Nymphomaniac Director’s Cut – Volume I & II” nominiert. Die Hauptdarsteller Charlotte Gainsbourg und Stellan Skarsgard, gehen in der Kategorie beste Schauspieler an den Start.

Fünfter Kandidat ist der schwedische Streifen Turist – Höhere Gewalt. Ruben Östlund erzählt darin von einer Familie, deren Leben nach einem Lawinenabgang aus der Bahn gerät weil der Vater panisch flüchtet statt seine Kinder zu beschützen.

Riga, die Europäische Kulturhauptstadt 2014, ist nach Tallinn die zweite
baltische Hauptstadt, in der der Europäische Filmpreis vergeben wird.
Euronews berichtet in Cinema über die Preisgala und die Sieger.