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Marcel Hirscher in Åre unschlagbar

Am Freitag gewann Marcel Hirscher im schwedischen Åre den Riesenslalom bei Nacht. Und der Österreicher legte nach: An diesem Sonntag folgte der

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Marcel Hirscher in Åre unschlagbar

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Am Freitag gewann Marcel Hirscher im schwedischen Åre den Riesenslalom bei Nacht. Und der Österreicher legte nach: An diesem Sonntag folgte der Slalom-Sieg.

Der Salzburger setzte sich mit seinem zweiten Sieg des Wochenendes an die Spitze der Gesamtweltcup-Wertung. 28 Zähler liegt Hirscher nun vor dem Norweger Kjetil Jansrud. Mit seinem 14. Slalom-Sieg zog Hirscher zudem mit seinen Landsleuten Benjamin Raich und Mario Matt gleich. Er habe Glück gehabt, sagte der 25-Jährige angesichts des Vorsprungs von einer Zehntelsekunde.

Nach dem ersten Lauf führte noch der Deutsche Felix Neureuther, dessen Start aufgrund anhaltender Rückenprobleme auf der Kippe stand. Der 30-Jährige schaffte es zum zweiten Mal in diesem Winter aufs Podium. In Levi Mitte November war Neureuther Dritter geworden.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte Alexander Choroschilow. Der Russe sicherte sich in Åre den dritten Rang und feierte damit den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Der Deutsche Fritz Dopfer wurde Siebter, Patrick Thaler aus Südtirol fuhr auf den den zehnten Platz, bester Schweizer war Daniel Yule als 14.

Sie sei müde und habe nach den Rennen in Nordamerika Probleme mit der Zeitumstellung, hieß es bei Tina Mazes Ankunft in Schweden. Dennoch lief es prächtig, im Slalom fehlten ihr nur sechs Hundertstel zum Sieg.

Maze ist in überragender Verfassung. Und sie ist immer noch hungrig. Olympiagold hat die Slowenin geholt, Weltmeisterin ist sie ebenfalls, den Gesamtweltcup hat sie auch gewonnen.

In diesem Winter dominierte die 31-Jährige bislang. 257 Punkte Vorsprung hat Maze in der Gesamtweltcup-Wertung vor ihrer ärgsten Konkurrentin, Anna Fenninger aus Österreich. Eine müde Maze sieht so sicherlich nicht aus.

Am nächsten Wochenende geht es für die Damen nach Val d’Isère, es stehen Abfahrt und Super-G auf dem Programm. Die Herren sind in Italien aktiv und bestreiten unter anderem den mit Spannung erwarteten Riesenslalom in Alta Badia. Unser Experte Franck Piccard, der Super-G-Olympiasieger von 1988, kennt sich dort bestens aus:

“In den ersten Jahren, nachdem die Piste ins Programm genommen wurde, hat sie die Fahrer sofort fasziniert”, sagt Piccard. “Sie ist ein Nordhang und äußerst schnell. Um sie zu bezwingen, muss man mit der Geschwindigkeit zurechtkommen und die Riesenslalom-Technik perfekt beherrschen. Man muss immer im Rhythmus der Strecke bleiben, sonst ist man ganz schnell raus. Das hat schon immer die Leute fasziniert. Die Strecken sind sehr rhythmisch gesteckt, die Piste ist nicht sehr breit, man springt fast von einem Tor zum nächsten. Das ist etwas sehr Interessantes. Um diesen Riesenslalom zu meistern, muss man technisch sauber fahren”, erläutert der Franzose, der nicht nur Olympiagold in Calgary holte, sondern auch 1991 in Saalbach-Hinterglemm WM-Bronze im Super-G sowie während seiner Karriere vier Weltcup-Rennen gewann.