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Belgien völlig lahmgelegt

Mit einem Generalstreik protestieren die Gewerkschaften gegen die Sparpläne der liberalen Regierung. Sämtliche Flüge von und nach Belgien fielen aus

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Mit einem Generalstreik protestieren die Gewerkschaften gegen die Sparpläne der liberalen Regierung. Sämtliche Flüge von und nach Belgien fielen aus, nachdem der Luftraum wurde bereits am späten Sonntagabend geschlossen wurde. Busse und Bahnen rollen nicht. Die Streikenden blockieren Straßen und Zufahrten. Auch die öffentliche Verwaltung und Schulen sind von dem Ausstand betroffen.
Die Regierung will die Gehälter einfrieren und das Renteneintrittsalter anheben. “Für jüngere und ältere Arbeitnehmer galt bisher, dass sie bis zu dem Alter von 65 arbeiten müssen, nun sollen es zwei Jahre mehr sein”, empört sich eine junge Frau. Die neue Altersgrenze soll allerdings erst ab 2030 gelten. Über den völligen Stillstand des Landes gibt es auch Unmut: “Es gab bereits wiederholt Proteste. Nun könnte man zur Normalität zurückkehren”, sagt ein ungarischer Bewohner Brüssels, der sein Kind zu Fuß in den Kindergarten bringen muss. Die Streikwelle dauert seit Ende November an. “Die Gewerkschaften drohen damit, die Proteste fortzusetzen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Doch die Regierung muss in den nächsten fünf Jahren insgesamt elf Milliarden Euro einsparen”, erläutert unser Korrespondent Sandor Zsiros.