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Die Europaspiele in Baku: Erfüllung eines Traums

Die ersten Europaspiele, der Grand Prix der Formel 1 und die Fußball-Europameisterschaft 2020. Die aserbaidschanische Hauptstadt hat in den nächsten

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Die Europaspiele in Baku: Erfüllung eines Traums

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Die ersten Europaspiele, der Grand Prix der Formel 1 und die Fußball-Europameisterschaft 2020. Die aserbaidschanische Hauptstadt hat in den nächsten fünf Jahren ein beeindruckendes Sportprogramm zu bieten.

Baku ist eine schöne Stadt mit einer langen Geschichte und vielen Attraktionen. Eine Besonderheit Bakus sind die unzähligen Baustellen. Die Stadt wächst rasant. Grund dafür sind Investitionen in Öl und zahlreiche internationale Projekte. Vor allem sportliche Veranstaltungen stehen im Fokus. Zum Beispiel die ersten Europaspiele aller Zeiten vom 12. bis zum 28. Juni 2015.

EOC-Chef Simon Clegg sagt:
“Mit dem ganzen Geld, das mit Öl aus dem Kaspischen Meer gemacht wird, kann mein eines nicht kaufen: Und das ist Zeit. Die Eröffnungszeremonie muss am 12. Juni stattfinden. Es gibt keine Möglichkeit, das zu verschieben.”

Der ehemalige Chef des Nationalen Olympischen Komitees von Großbritannien ist nun für die Organisation der Europaspiele 2015 in der aserbaidschanischen Hauptstadt zuständig. Laut ihm gibt es im Moment keinen Grund zur Sorge.

Von den 18 Veranstaltungsorten sind die meisten bereits fertig. Der Rest befindet sich im Bau. Wie das Hauptstadion für die Wettkämpfe.

Denys Kulyk von Euronews war vor Ort: “Dieses Stadion ist ein Symbol für die Europaspiele. Und das nicht nur, weil hier die Eröffnungs- und die Abschlusszeremonie stattfinden werden. Nach den Spielen wird es zum Heimstadion der aserbaidschanischen Nationalmannschaft. Und fünf Jahre später werden hier vier Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2020 ausgetragen.”

68.000 Menschen sollen in diesem Stadion Platz finden. Der Bau kostet mehr als 500 Millionen Euro und soll bis Februar fertiggestellt sein.

Der Ingenieur Javid Najafov erklärt: “Das ist momentan die größte Baustelle in Aserbaidschan, und sie wurde in einer Rekordzeit beendet. Alles, was man hier sieht, ist in nur zwei Jahren gebaut worden. Zuvor war das einfach nur ein Sumpf mit ein paar Teichen da drüben.”

Offenbar werden nicht einmal die berüchtigten Verkehrsstaus in Baku die Organisation der Europaspiele behindern. Wie bei den Olympischen Spielen in London wird es extra Fahrspuren geben, die für die Teilnehmer und Organisatoren der Spiele reserviert sind.

Panos Protopsaltis, Leiter der Transport-Organisation von Baku 2015 sagt: “Was wir in der Zeit der Spiele machen wollen, ist all das zu vermeiden – eher um die Stadt herum leiten als mittendurch. Was man hier in Blau sieht, ist das Straßennetz für die Spiele.”

Auch die Athleten bereiten sich mit hartem Training auf die Spiele vor, wie der zweifache Olympia-Silber-Medaillen-Gewinner im Wrestling und Botschafter der Europaspiele Ravshan Bayramov: “Es gibt panamerikanische und asiatische Spiele. Deshalb sollte es auch Europaspiele geben. Ich hoffe, dass die erste Ausgabe davon im meinem Land erfolgreich sein wird.”

Marianna Vasilyeva, Cheftrainerin der aserbaidschanischen Rhythmischen Sportgymnasten:“Jeder Verband eines europäischen Landes kann an den Welt- und Europameisterschaften teilnehmen. Und sowohl für die Europaspiele als auch für Olympia muss man sich qualifizieren.”

Die Teilnehmer der Eröffnungs- und der Abschlusszeremonie proben fleißig. In den Büros des Organisationskomitees für Baku 2015 wurden unzählige Tassen Kaffee getrunken. 1200 Menschen sind dort im Einsatz.

Und das alles, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Gelunge Europaspiele.

EOC-Chef Simon Clegg sagt: “Wie werden wir den Erfolg der Europaspiele messen? Da gibt es mehrere Wege. An erster Stelle kommt der Sport: Ich will dafür sorgen, dass 6000 Athleten aus 49 Ländern am Ende sagen, das war ein tolles Sportereignis. Dann werden sie beim nächsten Mal wieder dabei sein und die Medien werden die nächsten Europaspiele im Fernsehen ausstrahlen.”

Bei den Europaspielen sind 253 Gold-, Silber und Bronzemedaillen in 20 Sportarten zu vergeben. Es sind nur noch sechs Monate, bis die ersten Athleten an den Start gehen.