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Neues Kapitel in Beziehungen zwischen Kuba und den USA

Kuba und die Vereinigten Staaten haben eine erhebliche Entspannung ihrer Beziehungen angekündigt. In zeitgleichen Reden in Havanna und Washington

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Neues Kapitel in Beziehungen zwischen Kuba und den USA

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Kuba und die Vereinigten Staaten haben eine erhebliche Entspannung ihrer Beziehungen angekündigt.

In zeitgleichen Reden in Havanna und Washington erklärten Raul Castro und Barack Obama, dass Reisemöglichkeiten, Handel und Finanzgeschäfte erleichtert werden sollen. Die USA werden nach mehr als fünf Jahrzehnten wieder eine Botschaft in Havanna eröffnen. Außerdem will sich Obama im Kongress für die Aufhebung des Wirtschaftsembargos einsetzen.

“Die Handels- und Finanzblockade, die unserem Land enormen menschlichen und wirtschaftlichen Schaden zufügt, muss verschwinden”, so Raul Castro. “Wir müssen lernen, trotz unserer Differenzen zivilisiert miteinander zu leben.”

Den beiden Erklärungen war ein einstündiges Telefongespräch zwischen Castro und Obama vorausgegangen. Beide Präsidenten bedankten sich beim Papst für seine Vermittlung.

“Wir sind alle Amerikaner”, sagte Obama auf Spanisch. “Amerika befreit sich heute von den Ketten der Vergangenheit, damit es eine bessere Zukunft erreichen kann für die Menschen Kubas und für die Menschen in den USA.

Vor der Ankündigung hatte ein Gefangenenaustausch stattgefunden. In Kuba wurden der seit fünf Jahren inhaftierte US-Staatsbürger Alan Gross sowie ein hochrangiger Geheimagent freigelassen. Im Gegenzug befreiten die USA drei Kubaner, die wegen Spionage verurteilt worden waren.

Das Verhältnis zwischen Kuba und den USA ist seit der kubanischen Revolution 1959 äußerst angespannt. Seit 1961 bestehen keine diplomatischen Beziehungen.