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Calais: Proteste gegen "Mauer der Schande"

Mehrere hundert Aktivisten haben in der nordfranzösischen Stadt Calais gegen die Errichtung eines fast drei Meter hohen Zaunes zur Abschreckung von

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Calais: Proteste gegen "Mauer der Schande"

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Mehrere hundert Aktivisten haben in der nordfranzösischen Stadt Calais gegen die Errichtung eines fast drei Meter hohen Zaunes zur Abschreckung von illegalen Grenzübertritten protestiert.

Meinung

Es werden Todesopfer billigend in Kauf genommen

Nach Behördenangaben halten sich zur Zeit bis zu 3000 Menschen vorwiegend afrikanischer Abstammung und ohne Bleiberecht in der Region Calais auf.

Viele Flüchtlinge versuchen über Calais und den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen.

Jean Rousseau, Präsident der Organisation “Emmaus International”:

“Das Prinzip der Bewegungsfreiheit auf europäischem Gebiet wird seit Jahren nicht in die Tat umgesetzt. Es werden Sicherheitsmaßnahmen installiert, obwohl jeder sieht, dass diese keinen abschreckenden Effekt haben. Dadurch entstehen hohe Kosten und es werden Todesopfer billigend in Kauf genommen. Es ist höchste Zeit für Änderungen. Zumal die Konflikte rund um das Mittelmeer nicht morgen beendet sein werden.”

Anlass der Proteste gegen die sogenannte “Mauer der Schande” in der Hafenstadt ist der von den Vereinten Nationen ausgerufene jährliche “Internationale Tag der Migranten” am 18. Dezember.

Die deutsche Regierung rief die Staatengemeinschaft und
die EU zu einem langfristigen Hilfsprogramm zur Bewältigung der Flüchtlingskrise in Syrien und den Nachbarländern auf.