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Nach Anschlagsdrohung: Sony hält Nordkorea-Komödie zurück

Wegen Anschlagsdrohungen hat Sony Pictures beschlossen, die Komödie “The Interview” nicht in die Kinos zu bringen. Nordkorea hat den Film, in dem es

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Nach Anschlagsdrohung: Sony hält Nordkorea-Komödie zurück

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Wegen Anschlagsdrohungen hat Sony Pictures beschlossen, die Komödie “The Interview” nicht in die Kinos zu bringen. Nordkorea hat den Film, in dem es um eine Ermordung Kim Jong Uns geht, als kriegerischen Akt bezeichnet.

Die US-Regierung hält nordkoreanische Spezialisten für die Urheber der vorangegangenen Hackangriffe auf den Sony-Konzern. Die Eindringlinge hatten danach unter anderem für Sony höchst peinlich interne Emails veröffentlicht.

Weil die Hackattacke den Sony-Konzern nicht umgestimmt habe, hätten die Erpresser nun auf die Drohung mit Anschlägen in Kinos umgeschwenkt – so die Vermutung. Trotz der letztlich eher konventionellen Terrortaktik bezeichneten republikanische Kritiker das Einknicken Sonys als den ersten verlorenen Cyberkrieg der USA.

Laut dem aus Nordkorea geflüchteten Informatik-Professor Kim Heung-Kwang hat das Regime eine schlagkräftige Cyber-Kriegseinheit aufgebaut, die auch innerhalb des Militärs großen Respekt genießt: “Sie sind die besten und talentiertesten Leute. Sie gehören zur Oberklasse der Gesellschaft, werden besser behandelt und hoch geschätzt.”

1800 Elitehacker sollen dem sogenannten Büro 121 angehören und, beispielsweise als Handelsvertreter getarnt, auch im Ausland sitzen.

Nach Bekanntwerden der Anschlagsdrohungen hatten einzelne Kinoketten selbst begonnen, den für den 25. Dezember angekündigten Film aus dem Programm zu nehmen.