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Junge Filmregisseure aus Marokko

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Junge Filmregisseure aus Marokko

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Um junge Regisseure zu fördern, veranstaltet das Filmfestival in Marrakesch den Nachwuchswettbewerb 'Cinécole'.

Um junge Regisseure anzuspornen und die Zukunft der marokkanischen Filmindustrie zu sichern, bittet das Filmfestival in Marrakesch Studenten aus dem ganzen Land, Werke einzureichen. Zehn davon kommen in die Auswahl des ‘Cinécole’ Wettbewerbs.

euronews-Reporter Chris Cummins traf drei der Finalisten: Meryem Benheddi, Issam Doukhou und Ahmed Messoudi. Letzterer wurde mit dem Prix Cinécole für den besten Hochschulfilm ausgezeichnet für “Layla”. Der Film handelt von einem alten Ehepaar, das seit fast 40 Jahren zusammenlebt. Doch eines Tages weigert sich Frau, ihre Medikamente einzunehmen.

Ahmed Messoudi: “Es ist eine Liebesgeschichte, die Geschichte eines alten Ehepaares in den letzten Momenten ihrer Liebe. Es geht um Liebe im Allgemeinen, denn heutzutage sind die Dinge nicht mehr so wie früher. Unsere Generation hat sich daran gewöhnt, das, was nicht funktioniert, einfach wegzuwerfen. Während die alte Generation versucht, das, was zerbrochen ist, zu reparieren. Das ist ein interessantes Thema, dessen Erkundung sich lohnt: Liebe in vergangenen Zeiten, die Liebe von damals.”

“Dalto”, der Film von Issam Doukhou handelt von einem jungen Künstler, der ein genialer Maler und Grafiker ist und fantastisch zeichnen kann. Nach seinem Abitur überlegt er, welchen Job er machen möchte und sucht nach einem Studienplatz. Doch dann muss er feststellen, dass er schon seit seiner Kindheit unter Farbenblindheit leidet.

Issam Doukhou: “Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit, meinen ersten Film mit Hilfe meiner Fakultät an der Universität und mit meinen eigenen Mitteln drehen zu können. Zum Festival nach Marrakesch eingeladen zu werden ist eine große Chance.”

In “Shoes” befasst sich Meryem Benheddi mit dem Schicksal von Kindern, die unter ärmsten Bedingungen aufwachsen.

Meryem Benheddi: “Ich wollte einen Film über zwei junge Kinder machen, die nach dem Tod der Eltern beim älteren Bruder leben. Die Familie wird getrennt, doch die Liebe vereint sie wieder. Innerhalb des Films gibt es noch eine andere Geschichte. Die kleine Schwester verliert ihre Schuhe, und ihr Bruder teilt sein Paar Schuhe mit ihr, damit sie auch zur Schule gehen kann.”