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Ukraine: Ein blutiges Jahr 2014

Das Jahr 2014 endet in Trauer nach dem Anschlag der pakistanischen Taliban auf eine Schule in Peschawar und dem Tod von über 100 Kindern. 2014 hat

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Ukraine: Ein blutiges Jahr 2014

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Das Jahr 2014 endet in Trauer nach dem Anschlag der pakistanischen Taliban auf eine Schule in Peschawar und dem Tod von über 100 Kindern. 2014 hat viele tragische Momente, gekennzeichnet durch Krieg, Dramen und wenig positive Ereignisse.

Zum Jahresabschluss haben die Redakteure und Reporter von Euronews diese Vorfälle zusammengestellt und ausgewertet. Wir haben einige ausgewählt und laden sie ein, diese Momente von 2014 noch einmal mitzuerleben.

Beginnen wir mit der Ukraine. Einem Land, das lange schon in Ost und West unterteilt ist. Zwei Ziele, zwei verschiedene Träume und die Entscheidung eines Präsidenten, die eine Revolution lostritt. Eine Krise, die an den Grenzen Europas zum Bürgerkrieg eskaliert und deren Ausgang weiter unklar ist.

Nachdem sich die ukrainische Regierung im November 2013 gegen die Unterzeichung eines Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union entschloss, kam es auf dem Majdan, dem Unabhängigkeitsplatz, in Kiew und in anderen Städten zu Protesten. Im Februar eskalierte die Lage, auf dem Majdan starben mehr als 80 Menschen.

“Ich werde die Ukraine nicht verlassen und gehe nirgendwo hin. Ich werde nicht zurücktreten. Ich bin der rechtmäßig gewählte Präsident”, betonte Wiktor Janukowitsch. Kurz danach verließ er Kiew per Hubschrauber.

Ende Februar erklärte das Parlament den Präsidenten für abgesetzt und stimmte für die Freilassung der zu dem Zeitpunkt seit zweieinhalb Jahren inhaftierten Julia Timoschenko. Im Rollstuhl sprach die ehemalige Ministerpräsidentin auf dem Unabhängigkeitsplatz zu den Ukrainern.

Das Parlament stimmte für die Außerkraftsetzung eines Gesetzes, das der russischen Sprache in 13 Regionen einen Sonderstatus eingeräumt hatte. Die zunehmende Spannung im Osten der Ukraine entlud sich Anfang März, als Demonstranten im Donbass Verwaltungsgebäude stürmten.

Mitte März führte die Regionalregierung auf der Krim eine Volksbefragung durch. Russische Soldaten seien zur Unterstützung lokaler Selbstverteidigungsgruppen auf der Halbinsel gewesen, räumte Russlands Präsident Wladimir Putin später ein. 96 Prozent stimmten für eine Zugehörigkeit zu Russland, die ukrainische Regierung und der Westen erkannten das Referendum nicht an. Putin und Vertreter der Regionalregierung der Krim unterzeichneten einen Vertrag zum Beitritt der Halbinsel zu Russland.

Die Spannungen im Osten der Ukraine weiteten sich zu einem Krieg aus, Kiew schickte Kampfgruppen, Moskau steht in Verdacht, die Separatisten zu unterstützen. Waffenstillstände wurden gebrochen, Friedensverhandlungen schlugen fehl. Bislang hat der Konflikt mehr als 4000 Todesopfer gefordert.