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Umstrittene Wiener Architektur: Lyon hat ein neues Naturkundemuseum

Nach über einem Jahrzehnt Planungs- und Bauphase ist das neue Lyoner Naturkundemuseum eröffnet worden. Das "Musée des Confluences" beherbergt auf

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Umstrittene Wiener Architektur: Lyon hat ein neues Naturkundemuseum

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Nach über einem Jahrzehnt Planungs- und Bauphase ist das neue Lyoner Naturkundemuseum eröffnet worden. Das "Musée des Confluences" beherbergt auf 22.000 Quadratmetern 2,2 Millionen Objekte. Der Name des Museums leitet sich von seiner Lage ab: Der “betonierte Eisenbahnunfall” – wie Kritiker den Entwurf der Wiener Architektengruppe "Coop Himmelb(l)au" nennen – liegt am Zusammenfluß der Rhône und Saône im Süden der französischen Stadt. Der irritierende Bau sorgte nicht nur wegen seiner futuristischen Form für Kontroversen. Vor allem die Explosion der Baukosten des 2001 entworfenen und 1999 angeschobenen Prestigeobjekts von ursprünglich 60 auf 300 Millionen Euro sorgte für Skandale. Die Eröffnung wurde von 2007 auf 2014 verschoben.

Euronews-Reporter Frédéric Ponsard: “Der große Tag, endlich der D-Day?”

“Der Moment macht uns alle, die da mitgearbeitet haben, ziemlich stolz, weil es ist ein wahnsinnig schönes Projekt geworden”, so Wolf D. Prix von der Architektengruppe Coop Himmelb(l)au.

Die ständige Ausstellung ist in vier Abschnitte unterteilt. Fünf Ausstellungsräume können für Wechselausstellungen genutzt werden.

Eine Ausstellungsbesucherin sagt: “Von innen ist es ziemlich beeindruckend. Man passiert die einzelnen Bereiche, die eine spezielle Beleuchtung haben. Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Das ist wirklich magisch.”

Frédéric Ponsard: “Nach vielen Skandalen bezüglich der Finanzierung und der Architektur eröffnet in Lyon endlich das “Musée des Confluences”. Das ist ein starkes Signal für die Stadt und es ist ein Museum des 21. Jahrhunderts, das einen durch die verschiedenen Disziplinen und Epochen führt.”