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Kaum Ausrüstung und kein Geld: Ein Arzt kämpft gegen die Ebola

Hunderte neue Ebola-Tote gibt es jede Woche in Afrika. Während gut ausgerüstete internationale Hilfsmissionen gegen das Virus kämpfen, stellen sich in Sierra Leone auch einheimische Mediziner der Kran

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Kaum Ausrüstung und kein Geld: Ein Arzt kämpft gegen die Ebola

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Etwa 7400 Menschen sind in Westafrika bereits an Ebola gestorben, und die Zahl der Opfer steigt weiter. In einem Vorort von Freetown in Sierra Leone kämpfen mutige Helfer mit rudimentärsten Mitteln gegen die Krankheit. In der einzigen von Einheimischen geführten Ebola-Klinik des Landes gibt es derzeit auch nur einen einzigen Arzt: den 30-jährigen Sekou Kanneh.

Meinung

Selbst wenn wir sie nicht bezahlen, sind sie bereit, ihr Leben für dieses Land zu opfern.

“Wir haben nichts, was man angeblich für den Kampf gegen Ebola braucht”, sagt Kanneh. “Aber wir improvisieren und tun unser Bestes.”

Eine gefährliche Aufgabe, die den ehrenamtlichen Helfern zum Verhängnis werden kann. So ist ein zweiter Arzt der Klinik selbst an Ebola erkrankt. Trotzdem wollen die Helfer ihre Entschlossenheit demonstrieren.

“Selbst wenn wir sie nicht bezahlen, sind sie bereit, ihr Leben für dieses Land zu opfern.” Worte, die klingen wie aus einem Krieg.

Auf seiner Reise durch die von Ebola betroffenen Staaten hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon erst kürzlich die freiwilligen Helfer gewürdigt. Er sprach sich vor allem gegen ihre Diskriminierung aus, kündigte aber auch ein baldiges Ende der UN-Hilfsmission gegen Ebola an, sobald der Kampf gegen die Krankheit gewonnen sei.

Dieses Ziel haben die Helfer angesichts 500 neuer Toter in der vergangenen Woche noch lange nicht erreicht. Und so arbeiten Sekou Kanneh und sein Team in der Ebola-Klinik von Freetown unermüdlich weiter, mit wenig Geld, aber mit viel Mut.