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Rumänien gedenkt der blutigen Revolution vor 25 Jahren

Rumänien im Dezember 1989: auffahrende Panzer, Soldaten, die in die Menge schießen, und ein flüchtender, kurz darauf hingerichteter Diktator namens Ceausescu. Heute gedenken die Rumänier diesem Umstur

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Rumänien gedenkt der blutigen Revolution vor 25 Jahren

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In Rumänien wird dieser Tage an den blutigen Umsturz vor 25 Jahren erinnert. Unter dem Titel “Lasst die Flamme der Revolution weiterbrennen” versammelten sich am Sonntagabend auf dem Bukarester Universitätsplatz über 200 Menschen.

“Dieses Rumänien hat uns enttäuscht”, sagt eine Bukaresterin. “Wie viel Hoffnung hatten wir in eine Demokratie gesteckt? Jetzt haben wir eine verlogene Demokratie. Mit dem neuen Präsidenten machen wir uns aber wieder Hoffnung.”

Am 22. Dezember 1989 herrschte in ganz Rumänien der Ausnahmezustand. Demonstranten umstellten das Gebäude des Zentralkomitees, worin sich der kommunistische Diktator Nicolae Ceausescu und seine Frau Elena aufhielten. Das Paar flüchtete in letzter Minute mit einem Hubschrauber, bevor das Gebäude von der wütenden Masse gestürmt wurde. Drei Tage später verurteilte ein Revolutionstribunal Ceausescu und seine Frau in einem Scheinprozess zum Tode.
Bei den Straßenkämpfen starben damals landesweit mehr als 1.200 Menschen, über 3.300 wurden verletzt.