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Steuerbetrug: Spanische Prinzessin Cristina muss vor Gericht

Nach Bemühungen der Staatsanwaltschaft, das Verfahren einzustellen, will ein Richter den Prozess gegen die Prinzessin fortsetzen.

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Prinzessin Cristina von Spanien muss sich wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche vor Gericht verantworten. Das hat das Oberste Gericht der Balearischen Inseln entschieden.

Die Staatsanwaltschaft hatte empfohlen, das Verfahren auch aus Mangel an Beweisen einzustellen. Richter José Castro sah das anders. Die Schwester von König Felipe VI. wird damit als erstes Mitglied des spanischen Königshauses auf der Anklagebank eines Gerichtes sitzen. Für die Familie hat die Affäre damit einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Die Anklage steht im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Cristinas Ehemann, den ehemaligen Handballspieler Inaki Urdangarin. Die Staatanwaltschaft wirft ihm Unterschlagung öffentlicher Gelder in Millionenhöhe vor. Diese sollen aus einer gemeinnützigen Organisation stammen, der Urdangarin vorstand.

Cristina und ihr Ehemann weisen alle Vorwürfe zurück.