Eilmeldung

Eilmeldung

Eine Woche nach dem Terroranschlag: Trauer und Wut in Peschawar

Die pakistanische Stadt Peschawar eine Woche nach dem Terroranschlag in einer Schule mit mehr als 140 Toten. Soldaten durchsuchen Eltern, die ihre

Sie lesen gerade:

Eine Woche nach dem Terroranschlag: Trauer und Wut in Peschawar

Schriftgrösse Aa Aa

Die pakistanische Stadt Peschawar eine Woche nach dem Terroranschlag in einer Schule mit mehr als 140 Toten. Soldaten durchsuchen Eltern, die ihre Kinder vom Unterricht abholen wollen. Das Tor vor dem Schulgelände wird rund um die Uhr mit schwerem militärischem Gerät streng bewacht. Es herrscht die höchste Sicherheitsstufe.

Meinung

Wir alle leiden.

Eltern von überlebenden Schülern sagen, ihre Kinder hätten weiterhin Albträume und litten stark unter den Eindrücken. „Immer wieder tauchen im Kopf einzelne Bilder des Anschlags auf. Bilder, die sich dort richtig eingebrannt haben. Die Schmerzen sind noch immer da und die Wunden sind noch sehr tief. Auch wenn das Ganze jetzt schon eine Woche her ist. Wer hat mit so etwas gerechnet? Alle Mütter waren doch froh, dass die Kinder zur Schule gehen konnten,“ sagt eine Frau vor dem Schultor.

Der Anschlag in Peschawar war der blutigste in der Geschichte Pakistans. Seit 2007 sind bei Terrorangriffen in dem Land mehr als 7.000 Menschen getötet worden. Die Regierung in Islamabad steht unter Druck, wirksam gegen die Islamisten vorzugehen.

„Die Menschen hier leiden. Nicht nur die Eltern der Kinder wir alle leiden unter dem Verlust von Menschen, die wir geliebt haben. Eines ist aber auch ganz klar: Solche Taten machen unseren Widerstand gegen die Taliban nur noch stärker,“ so ein Mann, der die Szene vor dem Schulgelände beobachtet.

Nach dem Anschlag schickte die Regierung mehr Militär in die Region. Die Behörden warnten, dass jetzt noch weitere Terroranschläge folgen könnten. „Wir haben Geheimdienstinformationen aus verschiedenen Quellen erhalten, dass die Islamisten als Reaktion auf unsere Offensive weitere Anschläge planen. Wir alle müssen in höchster Alarmbereitschaft sein,“ sagte Pakistans Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan.

Zu der Tat in der vergangen Woche hatten sich pakistanische Taliban bekannt. Sie wollen mit ihren Anschlägen die Regierung zu Fall bringen. Ob die Strategie aufgeht, mehr Soldaten in die Region zu schicken, scheint fraglich. Militärexperten sagen, die Möglichkeiten der pakistanischen Armee reichen nicht aus, um die Taliban zu besiegen.