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Keine Entscheidung in Griechenland: Parlament wählt auch im zweiten Wahlgang keinen neuen Präsidenten

Regierung und internationale Geldgeber befürchten Linksruck in Griechenlands Politik, falls auch der letzte Wahlgang scheitert.

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Es war eine schwierige Wahl, und es bleibt auch nach dem zweiten Wahlgang dabei: das griechische Parlament konnte sich nicht auf einen neuen Präsidenten einigen. Nur 168 Parlamentarier stimmten für den Favoriten der Regierung, Stavros Dimas, das sind 32 Stimmen zu wenig. 131 Abgeordnete stimmten gegen den einzigen Präsidentschaftskandidaten, ein Abgeordneter war abwesend.

Noch am Sonntag hatte Premierminister Antonis Samaras das Parlament auf Dimas eingeschworen. Wenn bis Jahresende kein neuer Präsident feststeht, gibt es Neuwahlen im Februar. Dann könnte das Linksbündnis Syriza gewinnen und den griechischen Sparkurs beenden.

Sorgen macht das vor allem der EU und dem Internationalen Währungsfonds, die derzeit weitere Notkredite vorbereiten.

Einen dritten und letzten Wahlversuch gibt es am kommenden Montag. Die Chancen für Dimas, Präsident zu werden, könnten dann besser sein: Beim dritten Wahlgang müsste Dimas nur noch 180 Stimmen bekommen, 20 weniger als bei den bisherigen Wahlen.