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Kuba: Kinderglück durch Sperma-Sendung aus US-Haft

Ein ehemaliger kubanischer Spion und Teil der berühmten "Cuban Five" hat seine Frau von einem Gefängnis in den USA geschwängert. Mit Unterstützung der US-Behörden sendete er sein Sperma nach Kuba.

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Gerardo Hernández und seine Frau Adriana freuen sich auf das gemeinsame Kind. Das wäre keine Besonderheit, wäre der einstige kubanische Spion nicht erst vergangene Woche aus US-amerikanischer Haft entlassen worden. Möglich wurde die Schwangerschaft durch eine Sperma-Sendung per Post aus dem Gefängnis.

“Das war ein menschlicher Akt und hatte nichts mit der Politik der beiden Länder zu tun”, sagt US-Senator Patrick Leahy, der sich für die Sperma-Übermittlung eingesetzt hatte. “…einfach ein familiärer Wert. Ich fühle mich wie ein Patenonkel oder so ähnlich. Ich habe ihren Mann nie kennengelernt, aber die Bilder gesehen, als sie sich wiedertrafen, die Freude in seinem Gesicht und besonders in ihrem.” Die Fernsehbilder von der hochschwangeren Frau bei der Ankunft ihres Mannes hatten in Kuba für Überraschung gesorgt.

Gerardo Hernández gehört zur Gruppe der “Cuban Five” und ist einer der drei noch verbliebenen Mitglieder dieser Gruppe von fünf kubanischen Geheimdienstmitarbeitern, die gewaltbereite Gruppen des kubanischen Exils in den USA überwachten. Die drei Männer waren vergangene Woche nach 16 Jahren US-Haft im Austausch gegen einen auf Kuba inhaftierten US-Bürger sowie einen US-Spion in ihre Heimat zurückgekehrt.