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UN-Resolution: Abbas droht mit Abbruch der Beziehung zu Israel


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UN-Resolution: Abbas droht mit Abbruch der Beziehung zu Israel

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat gedroht, jegliche Zusammenarbeit mit Israel zu beenden, sollte die UN-Resolution zum Ende der israelischen Besetzung des Westjordanlands erfolglos bleiben. Das kündigte Abbas in Algerien bei einem Treffen mit Präsident Abdelaziz Bouteflika an. Die staatliche Nachrichtenagentur APS zitiert den Palästinenserpräsidenten: “Sollten wir scheitern, werden wir alle Beziehungen zur israelischen Regierung abbrechen und sie auffordern, die Verantwortung als Besatzungsmacht zu tragen.”

Die in der Resolution vorgesehene Friedensregelung gilt als wichtiger Schritt für die Bildung eines Palästinenserstaats. Diesen wollen die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen ausrufen. Jerusalem soll geteilt und Ostjerusalem die Hauptstadt des Palästinenserstaates werden. Den Entwurf der Resolution haben die Palästinenser in der vergangenen Woche dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt. Er sieht eine Friedensregelung innerhalb eines Jahres vor und fordert ein Ende der israelischen Siedlungen im Westjordanland bis Ende des Jahres 2017.

Unterdessen haben in Bethlehem Demonstranten in Weihnachtsmannkostümen gegen die israelische Besetzung demonstriert. Einen Tag vor den Weihnachtsfeierlichkeiten kam es dabei zu Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften. Etwa 50.000 palästinensische Christen, davon 17.000 Katholiken, leben neben den vier Millionen Muslimen in den Palästinensergebieten. Sie werfen Israel vor, sie mit den Checkpoints und der Trennungsmauer von den heiligen Stätten des Christentums abzuschneiden.

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