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Bethlehem: Weihnachten unter erschwerten Bedingungen

Kurz vor Weihnachten haben die palästinensischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen im Westjordanland erhöht. Hier in Bethlehem, nur acht

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Bethlehem: Weihnachten unter erschwerten Bedingungen

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Kurz vor Weihnachten haben die palästinensischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen im Westjordanland erhöht.

Hier in Bethlehem, nur acht Kilometer südlich von Jerusalem, werden tausende Touristen erwartet. Darunter auch viele der rund 50.000 palästinensischen Christen.

“Es ist ein heiliger Tag für alle Christen, Jesus wurde hier geboren”, sagt einer von ihnen in Bethlehem. “Also sind wir hier, um mit unseren Liebsten und Freunden zu feiern und um zu spüren, wie schön Palästina ist. Fröhliche Weihnachten.”

“Wir sind hier um Weihnachten zu feiern”, erklärt auch ein nordamerikanischer Tourist. “Zuhause in Kanada ist das Fest sehr kommerzialisiert, Santa Claus ist überall. Wir wollten hier den Geist der Geburt Jesu spüren und Bethlehem ist fantastisch, ein sehr schöner Ort. Wir sind gestern angekommen und es ist sehr friedlich, man ist sehr herzlich und freundlich zu uns.”

Am Vortag war es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Palästinensern gekommen. Die zum Teil in Weihnachtsmannkostüme gekleideten Reisenden protestierten gegen die Behinderung der Bewegungsfreiheit durch israelische Checkpoints.

Die Kompromissbereitschaft zwischen Israel und den Palästinensern hat seit dem Sommer deutlich abgenommen. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas drohte nun, jegliche Zusammenarbeit mit Israel zu beenden, sollte die UN-Resolution für ein Ende der israelischen Besetzung des Westjordanlands erfolglos bleiben.