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Erneut schwarzer Jugendlicher erschossen: Unruhen bei St. Louis

Nach dem Tod eines weiteren Jugendlichen durch Schüsse der Polizei ist es bei der US-Stadt St. Louis zu wütenden Ausschreitungen und kleineren

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Erneut schwarzer Jugendlicher erschossen: Unruhen bei St. Louis

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Nach dem Tod eines weiteren Jugendlichen durch Schüsse der Polizei ist es bei der US-Stadt St. Louis zu wütenden Ausschreitungen und kleineren Zusammenstößen gekommen.

Die Polizei nahm mehrere Personen fest, nachdem Jugendliche die Scheiben eines Tankstellengeschäfts zertrümmert und Feuer gelegt hatten.

An der Tankstelle in Berkeley, einem Vorort von, St. Louis, hatte ein Polizist zuvor einen schwarzen Jugendlichen erschossen, der mit seiner Freundin dort war.

“[Die Freundin] sagte, dass sie beide zum Laden gegangen sind, auf dem Weg irgendwohin”, sagt die Mutter des 18-Jährigen. “Sie liefen und die Polizei… Ich schätze, er fing an wegzulaufen oder so etwas und dann schoss die Polizei.”

Laut Behörden habe der Beamte geschossen, weil er von dem Jugendlichen mit einer Pistole bedroht worden sei. Die Schusswaffe sei sichergestellt worden.

“Die Person tat ein Paar Schritte Richtung Osten und drehte sich dann wieder um”, so der Polizeichef des Bezirks St. Louis. “Der Polizist sprach zu ihm, dann holte die Person eine Pistole hervor und richtete sie auf den Polizisten, mit ausgestrecktem Arm, über die Motorhaube des Polizeiwagens hinweg.” Die Freundin sei weggelaufen.

Berkeley ist ein Vorort von St. Louis und nur etwa drei Kilometer von Ferguson entfernt, wo ein Polizist im August den unbewaffneten Michael Brown erschoss. Das Misstrauen zwischen Polizei und Bevölkerung ist seither noch gewachsen.