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Irak: Massengräber mit IS-Opfern entdeckt

Rund 530 Jesiden werden in der nordirakischen Provinz Arbil in Massengräbern vermutet.

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Irak: Massengräber mit IS-Opfern entdeckt

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Trotz erster Erfolge im Kampf gegen die IS-Miliz in Syrien und Irak wird das Jahresende vom Terror der Dschihadisten überschattet.

Eine handvoll Jesiden aus dem nordirakischen Dorf Hardan kehrten nach der Vertreibung der Terrormiliz durch kurdischen Kämpfer in ihre Heimat zurück. Die IS hinterließ eine Schneise der Verwüstung: Vier Massengräber zeugen offenbar von den Gräueltaten.

530 Bewohner der jesidischen Siedlung waren im August von der IS-Miliz festgenommen worden, berichtete einer der Rückkehrer, von den meisten fehle bis heute jede Spur.

Der 26-jährige Haydar Khalif konnte noch rechtzeitig aus dem Dorf flüchten. “In diesem Massengrab liegen mein Onkel und zwei seiner Söhne”, berichtete er, “zusammen mit 50 weiteren Dorfbewohnern.”

Jesidische Frauen und Mädchen haben nach einem
Bericht von Amnesty International besonders unter dem Terror der IS-Miliz gelitten: Sie wurden verkauft, gefoltert und sexuell ausgebeutet, berichten Überlebende in Interviews mit der Menschenrechtsorganisation.