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US-Programmkinos zeigen Nordkoreasatire trotz Anschlagsdrohungen

Etwa 320 Programmkinos haben in den USA am ersten Weihnachtsfeiertag die Nordkorea-Satire “The Interview” gezeigt. Wegen mutmaßlich nordkoreanischen

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US-Programmkinos zeigen Nordkoreasatire trotz Anschlagsdrohungen

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Etwa 320 Programmkinos haben in den USA am ersten Weihnachtsfeiertag die Nordkorea-Satire “The Interview” gezeigt.

Wegen mutmaßlich nordkoreanischen Hacker-Angriffen und Anschlagsdrohungen hatte der Sony-Konzern zunächst beschlossen, den Film nicht zu veröffentlichen, sich dann aber umentschieden.

“Superlustig, superlustig!”, so ein Kinobesucher, der gerade aus der ersten Vorführung kam. “Manche Leute wollten in den Film gehen, um ein Zeichen zu setzen. Aber ich weiß nicht… Es ist beides, man setzt ein Zeichen und der Film ist lustig.”

“Ich bin hier, weil ich die Filmemacher unterstützen will, die von fremden Stellen zensiert werden. Weil ich finde, dass niemand das Recht hat, ein Werk zu zensieren, ob es nun satirisch ist oder nicht”, meinte einer, der gerade auf den Einlass zur nächsten Vorführung wartete.

Sony beschloss den Streifen doch zu zeigen, nachdem unter anderem US-Präsident Barack Obama die freiwillige Selbstzensur kritisiert hatte. Jetzt ist der Film auch auf Internetportalen zu sehen.

Den Filmemachern dürften die unverhoffte Werbung und der geweckte Patriotismus der Amerikaner zu Gute kommen.