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"Exodus": Ägypten und Marokko verbieten Moses-Film

Ägypten und Marokko untersagen die Vorführung von "Exodus". Ridley Scotts Bibelverfilmung wird in arabischen Ländern kontrovers diskutiert.

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"Exodus": Ägypten und Marokko verbieten Moses-Film

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Das Kulturministerium in Kairo hat das Bibelepos “Exodus: Götter und Könige” verbieten lassen. Der Film über den Auszug der Israeliten aus Ägypten verfälsche die Geschichte, so die Begründung. Er mache Moses und die Juden zu den Erbauern der Pyramiden. Das Werk sei durch und durch zionistisch, kritisierte Kulturminister Gaber Asfour.

Auch Marokko ließ den 140 Millionen Dollar teuren Film des Briten Ridley Scott verbieten. Marokkanischen Medien zufolge haben Mitarbeiter der staatlichen Filmbehörde CCM die Kinos kurz vor dem Start des Films angehalten, die Vorführungen zu stoppen. Gründe nannte CCM auf Anfrage nicht. Die Behörde hatte dem marokkanischen Verleiher zuvor grünes Licht für “Exodus” gegeben.

Der Film hatte in der arabischen Welt wegen der Darstellung der Teilung des Roten Meeres durch Moses eine Kontroverse ausgelöst. Diese werde durch die Gezeiten erklärt und nicht als Wunder dargestellt, hieß es. Das ägyptische Kulturministerium nannte die Szene ebenfalls als ein Grund für das Verbot. Zuvor ließen sunnitische Islamgelehrte der mächtigen Al Azhar-Universität in Kairo bereits die Bibelverfilmung “Noah” aus den ägyptischen Kinos verbannen.